VOLL FETTE HENNE – ERFRISCHENDE SMOOTHIES MIT SEDUM BLÄTTERN

Der Sommer geht zu Ende und der Garten wandert in den Blender.
Der Sommer geht zu Ende und der Garten wandert in den Blender.

BALKONBLUMEN UND HERBSTBOTEN

Auf der ständigen Suche nach immer neuen Smoothie Varianten bin ich neulich im Garten über unsere Große Fetthenne (Sedum telephium) gestolpert. 

Eigentlich keine besonders hübsche Pflanze, doch bei dem rauen Klima bei uns hier oben ausgesprochen dankbar und anspruchslos. Sie wächst ohne viel Pflege in üppigen, kugeligen Büschen mit fleischigen, dicken Blättern. Je weniger sie gegossen wird, desto besser gedeiht sie. Ihr reichen der Morgentau und die Feuchtigkeit aus der Luft. Übermäßiges Gießen lässt ihre Blätter hell, dünn und schlapp werden. Wer es gut mit ihr meint, lässt sie also am besten einfach in Ruhe. 

Wenn die Fetthenne im Spätsommer zu blühen beginnt, ist das ein untrügliches Zeichen, dass der Herbst vor der Tür steht. Ein Trick, um den Sommer wenigstens optisch ein bisschen zu verlängern, könnte also sein, dieses Jahreszeitenbarometer einfach aufzuessen.

KOMM, WIR ESSEN DEN GARTEN AUF!

Vor Kurzem habe ich gelesen, dass die jungen Triebe, Blätter und Wurzelknollen der Fetthenne essbar, ja sogar gesund sein sollen. Der hohe Wassergehalt macht sie saftig und erfridschend. Geschmacklich variieren sie je nach Sorte von mild wie Gurke oder Paparika bis hin zu senfartig scharf. Ähnlich wie Aloe Vera wird der Fetthenne eine wundheilende und schmerzstillende Wirkung zugeschrieben. 

Also ab damit, in den Blender! Ich habe ein bisschen herumexperimentiert und ein paar Smoothie Kombinationen ausprobiert. Mein aktueller Favorit ist die folgende, sehr erfrischende Mischung.

MELONEN-PAPAYA-FETTE-HENNE SMOOTHIE

(ergibt 2 große Gläser)

1/2 Cantaloupe Melone (oder Netzmelone)

1/4 Papaya samt Kernen

1/2 Limette

1 Handvoll Sedum Blätter (ca. 10 - 12)

1 Scheibe Ingwer

1/2 Tasse Bio Kokoscreme

1 Handvoll Eiswürfel

1/2 Tasse Wasser je nach gewünschter Konsistenz

FEINE SACHE: PAPAYA-KAVIAR

Die kaviarartigen weichen Kerne der Papaya habe ich lange Zeit einfach ausgekratzt und achtlos weggeworfen. Dabei schmecken sie nicht nur toll (ein bisschen nach Kapuzinerkresse), sondern sind auch richtig gesund. Sie schützen und regenerieren u.a. Leber und Darm und sollen sogar als Wurmkur für Haustiere nützlich sein.
Wer gerade bei der Familienplanung ist, sollte sie eher nicht mitessen, denn sie gelten bei Naturvölkern auch als natürliches Verhütungsmittel.

 

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Andreas Ruthemann – Ashtanga Yogalehrer und freier Kreativdirektor

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